Hauptsache wieder übers Netz 

 

(25.05.2020) „Ja, wir haben wieder seit Montag geöffnet“, sagt Klaus Richter, der Präsident des Tennis-Clubs Blau-Weiß Greiz und strahlt über das ganze Gesicht. Natürlich unter strengen Auflagen und unter Einhaltung der Hygiene-Maßnahmen. „Aber das ist beim Tennis kein Problem. Da stehen die Spieler in der Regel 20 Meter auseinander“, sagt der Präsident, schränkt dann aber ein: „Okay, beim Wechsel darf man nicht in alte Gewohnheiten verfallen und muss auf die Distanz achten – und die Bänke müssen weiter auseinanderstehen. Aber die meisten Spieler verbeugen sich jetzt wie beim Judo – das geht auch.“ Außerdem werden die Spieler gebeten, bereits umgezogen zum Spiel zu erscheinen, da die Duschen und die Umkleiden nicht genutzt werden können. Die Toiletten stehen selbstverständlich allen offen. Und der Verein hat jetzt auch einen Corona-Beauftragten. „Das bin ich selbst“, sagt Klaus Richter lächelnd. 

“Der Tennis-Club Blau-Weiß Greiz zählt etwa 150 Mitglieder darunter zirka 40 Kinder und Jugendliche. Und die wollen doch jetzt, nach der langen Zwangspause, bestimmt alle auf einmal auf den Platz? Klaus Richter winkt ab. „Bis jetzt sind alle sehr vernünftig und verteilen sich schön gleichmäßig über die Zeiten und Plätze“, sagt er. Von 8 Uhr bis 20 Uhr kann man auf der Vereinsanlage des Tennis-Clubs Blau-Weiß Greiz spielen. „Und mit fünf Plätzen haben wir eine Kapazität, wie sie nicht jeder Verein zu bieten hat“, sagt Klaus Richter stolz. So spielen morgens früh einige Hausfrauen und vor allem Rentnerinnen und Rentner, der Mittag und Nachmittag gehört vor allem den Kindern und Jugendlichen und ab 17 Uhr machen vor allem die Berufstätigen hier ihr Match.“ Natürlich müssen sich alle in Listen eintragen, damit bei einem möglichen Infektionsfall mit Corona nachvollzogen werden kann, wer eventuell auch noch betroffen sein könnte. Einigen Freizeitspielern fällt es noch etwas schwer, auf das gemütlicher Bier oder das Grillen nach dem Spiel zu verzichten. „Aber auch das geht – mit mindestens 2 Metern Abstand zu den anderen“, wirbt der Vereinspräsident für eine Wiederbelebung des Vereinslebens unter strikten Hygieneauflagen.

Aber warum sollte man denn nun Tennis spielen? „Weil es ein wunderbarer Sport ist, den man – ganz gesund – an der frischen Luft spielt“, antwortet Klaus Richter wie aus der Pistole geschossen. „Es ist ein Familiensport. Ich habe hier einen älteren Vereinskameraden, der mit 80 Jahren mit seinem Urenkel trainiert, der gerade einmal 3 Jahre alt ist. Das ist ein Bild für die Götter, aber es trifft die Sache genau: Man kann Tennis von 3 Jahren bis 85 Jahren oder noch älter spielen. Wir haben hier auch ehemalige Hobby-Fußballspieler, die mit 40 oder 50 Jahren aufgehört haben, Fußball zu spielen, weil es ihnen zu sehr auf die Knochen ging, und die dann Tennis für sich entdeckt haben.“ Auf die Frage, wie lange man braucht, um ein guter Tennisspieler zu werden, zuckt der Präsident mit den Schultern. Das Ballgefühlt spiele beim Tennis eine große Rolle, deshalb hätten Mitglieder, die bereits vorher einen Ballsport wie etwa Fußball gespielt haben, einen großen Vorteil. „Die wissen, wie der Ball hüpft.“ Oft brauchten solche Spieler nur wenige Stunden, bis sie ihr erstes Spiel bestreiten können. Bei anderen, die vorher keinen Sport oder zumindest keinen mit Ball praktiziert haben, dauert es oft erheblich länger. Und kann man beim Tennis auch etwas über sich selber lernen? „Hier kann man sogar sehr viel für sein tägliches Leben lernen – vor allem den Umgang mit Sieg und Niederlage“, ist Klaus Richter überzeugt. „Man lernt den fairen Umgang mit anderen und Demut zu zeigen, wenn man siegt.“ Und zum Abschluss sagt er etwas, das man wohl auch gut auf die Corona-Krise übertragen kann: „Beim Tennis ist es wie im Leben: Du verlierst mal, vergeigst eine Klassenarbeit oder wirst von deinem Chef zur Sau gemacht – aber am nächsten Tag geht du wieder raus, gibst dein Bestes und gewinnst wieder.“

(c) Daniel Dreckmann, OTZ

 

 

 

 Ab 4. Mai ist die Tennisanlage wieder geöffnet. 

 


Die allgemeinen Hygienevorschriften und Distanzregelungen sind jederzeit einzuhalten.

 

Der Mindestabstand zu anderen Spielern von mindestens 1,5 Meter muss durchgängig, also beim Betreten und Verlassen des Platzes, beim Seitenwechsel und in den Pausen eingehalten werden.

 

Umziehen und Duschen in den Umkleidekabinen ist nicht möglich.

 

 

Bitte die Platzreservierung in die Platzbelegungsliste am Vereinsheim eintragen.


Der Beginn des Mannschaftswettspielbetriebs ist für den 8.6.2020 vorgesehen. Der aktuelle Spielplan wird bis zum 25.5.2020 veröffentlicht. Unsere Seniorenmannschaft Herren 70 wurde zurückgezogen. Wir wünschen euch weiterhin alles Gute – und bleibt gesund !

 

 

 

 

Mitgliederversammlung: Neuer Vorsitzender ist der alte 

 

(14.03.2020) Klaus Richter bleibt der Vereinsvorsitzende des Tennisclubs Greiz. Auf der jüngsten Jahreshauptversammlung des Vereins wurde er in seinem Amt bestätigt.Als sein Stellvertreter wurde Matthias Troebes bestimmt. Kassenwart ist Jetti Wagner. Stefan Golombek, Dieter Golombek und Andreas Nahr unterstützen den Vorstand weiterhin als Beiratsmitglieder.

“ Wir haben in den letzten Jahren viel erreicht “ resümierte der Vereinsvorsitzende Klaus Richter. Die Plätze sind durch die Eigenleistung von Andreas Nahr und Dieter Golombek in einem hervorragendem Zustand. Neben dem Kinder- und Jugendtraining, die unter der Federführung des Jugendtrainers Stefan Golombek stattfindet, nehmen in diesem Jahr 4 Damen und Herrenmannschaften am Punktspielbetrieb teil.

Worauf sind die Greizer besonders stolz ? Erstmals in der Vereinsgeschichte haben die Greizer Tennisdamen den Landesmeistertitel errungen. Das gesteckte Ziel der ersten Herrenmannschaft: Klassenerhalt in der Oberliga wurde ebenfalls erreicht. Die Schatzmeisterin berichtete über eine solide Finanzlage und bedankte sich bei einigen Sponsoren: Möbel Speer, Allianz Versicherung, Zurich Versicherung. Diese Unterstützung hilft bei der Kinder- und Jugendarbeit und nur so können die Beiträge sehr niedrig gehalten werden.

Die Kassenprüfer Werner Gerwien und Siegfried Speer bescheinigen eine einwandfreie Kassenführung. Werner Gerwien gab den Staffelstab nach 30 jähriger Prüfungstätigkeit an Dieter Kiesling weiter. Richter bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den Vereinsmitgliedern, den Gönnern, Sponsoren und Fans des Vereins. Für alle die noch einen Verein suchen, bei dem Sport und Geselligkeit unter freiem Himmle im Vordergrund stehen, seien die Anlagen in der Irchwitzer Straße, direkt gegenüber der Sportschule, ans Herz gelegt. Tennis ist ein idealer Familiensport. Ende April ist der nächste Schnuppertag.


v.l.n.r: Vorstand Matthias Troebes, Jetti Wagner, Klaus Richter und die Damen der Oberliga Andrea Könitzer, Alexandra Jöckel, Ute Sabri, Elke Golombek